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Zbrojovka
Brno AG wurde im Jahre 1918 als tschechoslowakische
Staatswaffenfabrik gegründet und zwar auf der Stelle der
ehemaligen K. und K. Artilleriewerkstätte. Den Waggons- und
Flintenreparaturen
hat sich bald die Produktion der Telegraph- und
Telefonausrüstung und Werkzeuge für Eisenbahnwerkstätte
angeschlossen. Die Montage der österreichischen Flinten
Mannlicher wurde mit der Produktion der deutschen Flinten Mauser
ersetzt, später mit der Produktion des eigenen Flintenmodels
24. In den Jahren 1924 – 1925 wurden die Gebäude für
Produktion der Flinten, Maschinengewehre, Kraftfahrzeugen sowie
für Maschinenbau und Werkstätte erbaut. Es wurde auch die
Zivilproduktion erweitert – z. B. Kraftfahrzeugen, Fahrräder,
Industriewaagen, Schnittmaschinen, Flugzeugmotoren,
Werkzeugmaschinen und Spezialwerkzeug. Zbrojovka wurde zum
Muster von einem vollkommen organisierten Betrieb mit moderner
serienmässigen und präzisen Produktion, mit dem Toleranzsystem
für eigene Produktion und Messerbenutzung. Dadurch gehörte
Zbrojovka zu den Vorläufern der Normeneinführung in der
Tschechoslowakei. In der zweiten Hälfte der 20. Jahren gehörte
Zbrojovka Brno schon zu den weltweit grössten Waffenherstellern.
In
den 30. Jahren begann die Produktion von Standard- und
Reiseschreibmaschinen nach der Remington-Lizenz. In den Jahren
1934 – 1938 wird Zbrojovka zu einem weltbedeutenden Konzern.
Der Einfluss von Zbrojovka Brno wurde auch mit dem Aktieneinkauf
erweitert, womit sie die Kapitalteilnahme in den ähnlich
orientierten Betrieben nicht nur in Tschechien und der Slowakei,
sondern auch in Rumänien und Jugoslawien erweiterte. In der
Zeit der Konjunktur hatte Zbrojovka Brno mehr als 70 Betriebe.
In der 40. Jahren wurde die Produktion von Traktoren,
Motorradmotoren, Jagd- und Sportwaffen eingeführt. Am Anfang
der 70. Jahren wurde vor allem in das Neuobjekt der Werkstätten
investiert. In den 80. Jahren wurde vor allem Büro-,
Berechnungs- und Nachrichtentechnik produziert, weiter auch
Dieselmotoren für Zetor-Traktoren und Spezialwerkzeug. Die Jagd-
und Sportwaffenherstellung nahm damals der kleinere Teil der
Produktion ein.
In
den 90. Jahren wurde der ganze Betrieb radikal umstrukturiert,
die nicht mehr perspektiven Produktionszweige wurden aufgehoben
und auch der Anzahl der Arbeitskräfte wurde stark reduziert.
Zbrojovka Brno wurde in eine Aktiengesellschaft mit einer
grossen Innhaberkonzentration umgewandelt. |